22.09.2026
«Die Entwicklung des Bahnhofgebiets betrifft uns alle»
Am 22. September hat die Infrastrukturabteilung der SBB mit den Vorbereitungsarbeiten für den grossen Umbau am Bahnhof Lenzburg begonnen. Vize-Stadtpräsidentin Christina Roth erläutert im Interview, was das für die Stadt bedeutet und wie die verschiedenen Elemente der Arealentwicklung zusammenspielen. Weiterlesen
Die Entwicklung des Bahnhofareals südlich der Gleise ist ein riesiges und hochkomplexes Projekt. Welche Bedeutung hat es für Lenzburg?
Die Entwicklung des Bahnhofgebiets betrifft alle: die Lenzburger Bevölkerung, Menschen aus den umliegenden Gemeinden und Touristen. Lenzburg ist eine attraktive Stadt, auch dank seiner zentralen Lage und der hervorragenden Anbindung an die wichtigsten Städte der Schweiz. Der Bahnhof ist dabei das verbindende Element: Hier treffen Zug, Bus, Seetalbahn, Velo und Auto aufeinander. Im nächsten Jahrzehnt wird diese für alle relevante Verkehrsdrehscheibe zu einem modern ausgebauten und einladenden Ankunftsort und es entsteht ein neues Bahnhofsquartier.
Sie haben es gesagt, die Entwicklung wird Jahre dauern. Das bedeutet für die Lenzburger Bevölkerung erst einmal, dass sie mit einer ewigen Baustelle leben muss.
Die Entwicklung ist mit vielen Einschränkungen, Provisorien und Veränderungen verbunden. Das wird von allen viel Geduld und Verständnis erfordern. Allen gehört mein grosser Dank für dieses Mittragen. Diese dringend nötige umfassende Verbesserung der Infrastruktur ist auch eine Chance, um das Bahnhofsgebiet ganzheitlich zu denken und in die Zukunft zu führen. Wir profitieren alle davon.
Warum dauert die Entwicklung so lange?
Der Umbau der Bahnanlage ist allein schon ein Riesenprojekt. Man kann hier nicht einfach wie bei einer normalen Baustelle eins nach dem anderen bauen, weil der Bahnhof während des Bauens immer funktionieren muss. Die Voraussetzungen für den Betrieb müssen fortlaufend neu geschaffen werden. Es braucht zum Beispiel einen provisorischen Bushof, eine provisorische Passerelle, die über die Gleise und zu den Perrons führt, und vieles mehr. Hinzu kommen die grossen Projekte auf dem Bahnhofsareal, die ebenfalls umgesetzt werden. Es ist logistisch und auch finanziell sinnvoll, die verschiedenen Bauprojekte, die auch voneinander abhängig sind, zusammenhängend in der optimalen Reihenfolge umzusetzen.
Die Entwicklung des Bahnhofgebiets betrifft alle: die Lenzburger Bevölkerung, Menschen aus den umliegenden Gemeinden und Touristen. Lenzburg ist eine attraktive Stadt, auch dank seiner zentralen Lage und der hervorragenden Anbindung an die wichtigsten Städte der Schweiz. Der Bahnhof ist dabei das verbindende Element: Hier treffen Zug, Bus, Seetalbahn, Velo und Auto aufeinander. Im nächsten Jahrzehnt wird diese für alle relevante Verkehrsdrehscheibe zu einem modern ausgebauten und einladenden Ankunftsort und es entsteht ein neues Bahnhofsquartier.
Sie haben es gesagt, die Entwicklung wird Jahre dauern. Das bedeutet für die Lenzburger Bevölkerung erst einmal, dass sie mit einer ewigen Baustelle leben muss.
Die Entwicklung ist mit vielen Einschränkungen, Provisorien und Veränderungen verbunden. Das wird von allen viel Geduld und Verständnis erfordern. Allen gehört mein grosser Dank für dieses Mittragen. Diese dringend nötige umfassende Verbesserung der Infrastruktur ist auch eine Chance, um das Bahnhofsgebiet ganzheitlich zu denken und in die Zukunft zu führen. Wir profitieren alle davon.
Warum dauert die Entwicklung so lange?
Der Umbau der Bahnanlage ist allein schon ein Riesenprojekt. Man kann hier nicht einfach wie bei einer normalen Baustelle eins nach dem anderen bauen, weil der Bahnhof während des Bauens immer funktionieren muss. Die Voraussetzungen für den Betrieb müssen fortlaufend neu geschaffen werden. Es braucht zum Beispiel einen provisorischen Bushof, eine provisorische Passerelle, die über die Gleise und zu den Perrons führt, und vieles mehr. Hinzu kommen die grossen Projekte auf dem Bahnhofsareal, die ebenfalls umgesetzt werden. Es ist logistisch und auch finanziell sinnvoll, die verschiedenen Bauprojekte, die auch voneinander abhängig sind, zusammenhängend in der optimalen Reihenfolge umzusetzen.
Sie haben es erwähnt: Die Erneuerung der Bahninfrastruktur durch die SBB gibt den Anstoss, das Bahnhofsgebiet gemeinsam mit Kanton, SBB, Post und privaten Eigentümerschaften ganzheitlich weiterzuentwickeln. Welche planerischen Voraussetzungen schafft die Stadt dafür?
Das Infrastrukturprojekt, mit dem die gesamte Bahnanlage erneuert wird, wird von den SBB im Auftrag des Bundes realisiert und wurde vom Bundesamt für Verkehr genehmigt. Die Stadt hat ihre Anliegen im Rahmen des Verfahrens eingebracht und begleitet die Umsetzung im engen Austausch mit den SBB. Stadt und SBB nehmen dabei unterschiedliche Aufgaben und Verantwortlichkeiten wahr. Gerade bei Themen, welche die Bevölkerung direkt betreffen, ist eine gute Abstimmung besonders wichtig.
Und wo steht die Planung der Teilgebiete aktuell?
Für das Gebiet vom Färberweg im Westen bis zur Hero-Unterführung im Osten wurden auf der Basis von sogenannten Richtprojekten zwei Gestaltungspläne erarbeitet, die nun fast fertig entworfen sind. Sie werden voraussichtlich Ende 2026 der Bevölkerung vorgestellt und zur Mitwirkung unterbreitet. Die Gestaltungspläne wurden von der Stadt, SBB Immobilien, dem Kanton, Post Immobilien und privaten Eigentümern gemeinsam erarbeitet. Damit schaffen und koordinieren die Beteiligten wesentliche planerische Voraussetzungen für die Gesamtentwicklung. Die einzelnen Teilprojekte werden anschliessend von den jeweils verantwortlichen öffentlichen und privaten Partnern weiterentwickelt, finanziert und realisiert. Auf diese Weise werden erhebliche Investitionen ermöglicht und räumlich aufeinander abgestimmt.
Das Richtprojekt D, das den östlichen Abschluss des Gebiets bildet, wurde noch einmal überarbeitet. Warum und mit welchem Resultat?
Dieses Gebiet wird durch nicht veränderbare Gegebenheiten wie die Linienführung der Seetalbahn oder die Bahnhofsstrasse stark zerschnitten. Das macht eine zusammenhängende Nutzung und sinnvolle Strukturierung des Raums schwierig. Für den geplanten Freiraum entlang der Gleise konnte keine überzeugende Nutzung entwickelt werden und es gab in diesem Zusammenhang auch Sicherheitsbedenken aus der Bevölkerung, die wir ernst nahmen und in der Überarbeitung berücksichtigten. Nun haben wir dort ein verlängertes Gebäude der SBB Immobilien geplant. Es schirmt das Gebiet von der Bahnanlage ab, zudem gibt es diesem Raum eine klare Funktion und schafft einen architektonischen Abschluss für den südlichen Teil des Areals mit der Villa Langenbach und dem Park. Es entsteht eine Grüne Mitte, die sowohl städtebaulich als auch von der Nutzung her überzeugt.
Für die Bauarbeiten müssen die heute 265 P+R-Parkplätze aufgehoben werden. Wo können Pendler:innen während der Bauphase parkieren?
Es gibt Parkierungsmöglichkeiten im Murackerparkhaus sowie beim privaten Angebot «Gleis 2» am Niederlenzer Kirchweg. Für die Kurzzeitparkierung stehen zudem Parkplätze entlang der Murackerstrasse zur Verfügung sowie im ersten Untergeschoss des Murackerparkhauses.
Wie wird das das Parkplatzangebot nach Abschluss der Bauzeit aussehen?
Vorgesehen ist ein Parkplatzangebot im Soderareal an der Murackerstrasse. Dort sind gemäss aktuellem Planungsstand rund 80 Parkplätze für P+R und betriebliche Bedürfnisse der SBB geplant. Zusätzlich sieht das Richtprojekt 55 Kurzzeitparkplätze im Bahnhofsumfeld vor. Diese mögliche Reduktion des Angebots ergibt sich aus der Neugestaltung des Bahnhofs: Bahnanlagen, Bushof und Aufnahmegebäude beanspruchen grosse Teile des heutigen Areals. Der Bau einer Tiefgarage wurde in einer früheren Planungsphase als Lösungsvariante geprüft und ist im Richtprojekt immer noch als Option enthalten.
Die Vorbereitungsarbeiten sind nun gestartet, wie geht es weiter?
Voraussichtlich bis August 2027 wird die SBB die Provisorien für den Bushof und die Passerelle über die Gleise erstellen. Die beiden Gestaltungspläne für das Bahnhofsquartier werden nach der öffentlichen Mitwirkung überarbeitet. Sobald sie rechtskräftig sind, wird es individuelle Wettbewerbsverfahren für die verschiedenen Teilgebiete geben. Der Bau der grossen unterirdischen Velostation im Osten wird aus baulogistischen Gründen vorgezogen. Dieses Projekt wird voraussichtlich noch in diesem Jahr dem Einwohnerrat von Lenzburg unterbreitet.
Das Infrastrukturprojekt, mit dem die gesamte Bahnanlage erneuert wird, wird von den SBB im Auftrag des Bundes realisiert und wurde vom Bundesamt für Verkehr genehmigt. Die Stadt hat ihre Anliegen im Rahmen des Verfahrens eingebracht und begleitet die Umsetzung im engen Austausch mit den SBB. Stadt und SBB nehmen dabei unterschiedliche Aufgaben und Verantwortlichkeiten wahr. Gerade bei Themen, welche die Bevölkerung direkt betreffen, ist eine gute Abstimmung besonders wichtig.
Und wo steht die Planung der Teilgebiete aktuell?
Für das Gebiet vom Färberweg im Westen bis zur Hero-Unterführung im Osten wurden auf der Basis von sogenannten Richtprojekten zwei Gestaltungspläne erarbeitet, die nun fast fertig entworfen sind. Sie werden voraussichtlich Ende 2026 der Bevölkerung vorgestellt und zur Mitwirkung unterbreitet. Die Gestaltungspläne wurden von der Stadt, SBB Immobilien, dem Kanton, Post Immobilien und privaten Eigentümern gemeinsam erarbeitet. Damit schaffen und koordinieren die Beteiligten wesentliche planerische Voraussetzungen für die Gesamtentwicklung. Die einzelnen Teilprojekte werden anschliessend von den jeweils verantwortlichen öffentlichen und privaten Partnern weiterentwickelt, finanziert und realisiert. Auf diese Weise werden erhebliche Investitionen ermöglicht und räumlich aufeinander abgestimmt.
Das Richtprojekt D, das den östlichen Abschluss des Gebiets bildet, wurde noch einmal überarbeitet. Warum und mit welchem Resultat?
Dieses Gebiet wird durch nicht veränderbare Gegebenheiten wie die Linienführung der Seetalbahn oder die Bahnhofsstrasse stark zerschnitten. Das macht eine zusammenhängende Nutzung und sinnvolle Strukturierung des Raums schwierig. Für den geplanten Freiraum entlang der Gleise konnte keine überzeugende Nutzung entwickelt werden und es gab in diesem Zusammenhang auch Sicherheitsbedenken aus der Bevölkerung, die wir ernst nahmen und in der Überarbeitung berücksichtigten. Nun haben wir dort ein verlängertes Gebäude der SBB Immobilien geplant. Es schirmt das Gebiet von der Bahnanlage ab, zudem gibt es diesem Raum eine klare Funktion und schafft einen architektonischen Abschluss für den südlichen Teil des Areals mit der Villa Langenbach und dem Park. Es entsteht eine Grüne Mitte, die sowohl städtebaulich als auch von der Nutzung her überzeugt.
Für die Bauarbeiten müssen die heute 265 P+R-Parkplätze aufgehoben werden. Wo können Pendler:innen während der Bauphase parkieren?
Es gibt Parkierungsmöglichkeiten im Murackerparkhaus sowie beim privaten Angebot «Gleis 2» am Niederlenzer Kirchweg. Für die Kurzzeitparkierung stehen zudem Parkplätze entlang der Murackerstrasse zur Verfügung sowie im ersten Untergeschoss des Murackerparkhauses.
Wie wird das das Parkplatzangebot nach Abschluss der Bauzeit aussehen?
Vorgesehen ist ein Parkplatzangebot im Soderareal an der Murackerstrasse. Dort sind gemäss aktuellem Planungsstand rund 80 Parkplätze für P+R und betriebliche Bedürfnisse der SBB geplant. Zusätzlich sieht das Richtprojekt 55 Kurzzeitparkplätze im Bahnhofsumfeld vor. Diese mögliche Reduktion des Angebots ergibt sich aus der Neugestaltung des Bahnhofs: Bahnanlagen, Bushof und Aufnahmegebäude beanspruchen grosse Teile des heutigen Areals. Der Bau einer Tiefgarage wurde in einer früheren Planungsphase als Lösungsvariante geprüft und ist im Richtprojekt immer noch als Option enthalten.
Die Vorbereitungsarbeiten sind nun gestartet, wie geht es weiter?
Voraussichtlich bis August 2027 wird die SBB die Provisorien für den Bushof und die Passerelle über die Gleise erstellen. Die beiden Gestaltungspläne für das Bahnhofsquartier werden nach der öffentlichen Mitwirkung überarbeitet. Sobald sie rechtskräftig sind, wird es individuelle Wettbewerbsverfahren für die verschiedenen Teilgebiete geben. Der Bau der grossen unterirdischen Velostation im Osten wird aus baulogistischen Gründen vorgezogen. Dieses Projekt wird voraussichtlich noch in diesem Jahr dem Einwohnerrat von Lenzburg unterbreitet.
vlnr: Andreas Schmid,
Stadtpräsident;
Christina Roth,
Vize-Stadtpräsidentin und Vorsteherin Ressort Tiefbau;
Marco Lombardi,
Stv. Leiter Sektion öffentlicher Verkehr des Kantons Aargau;
Riccardo Martins Pereira,
Gesamtprojektleiter SBB Immobilien;
Till Kühnis,
Gesamtprojektleiter SBB Infrastruktur.
Bilder: Dominique Meienberg